Volksschule Wörterberg

Einklassige Volksschule

Volksschule Wörterberg
Schulstammdaten
Schulform(en):

Volksschule mit einer Klasse mit gemeinsamer Führung der 1. bis 4. Schulstufe

Straße/Nummer:Wörterberg 139
PLZ/Ort8293 Wörterberg
Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht Nein
Telefon Schule:03358/2479
Direktor(in)Dir. Mag. Mag. Dagmar Krammer
Telefon Direktion03358/2479
Fax Sekretariat
E-Mail Sekretariatvs.woerterberg@bildungsserver.com
Website
AdministratorDagmar Krammer
Bildungsangebot
  • Unverbindliche Übungen
  • Kooperationsprogramme
  • Unverbindliche Übung Ungarisch
  • Nachmittagsbetreuung in einer alterserweiterten Gruppe
Qualitätsmerkmale

"Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Kant, 1784, S. 481)

Bereits ab der ersten Schulstufe wird großen Wert auf Selbstständigkeit und eigenen Wissenserwerb gelegt. Die Schülerinnen und Schüler sollen dazu motiviert werden eigenständige Gedanken zu entwickeln, sich selbstständig mit Lerninhalten auseinanderzusetzen, den Mut haben etwas auszuprobieren und nach Lösungen zu suchen. Die Lehrperson hält sich im Hintergrund, fungiert häufig als Unterstützer, Berater und hilft bei Schwierigkeiten und Problemen weiter. Voraussetzung hierfür ist eine positiv besetzte Fehlerkultur. Das Verlassen vorgefertigter Wege bringt zwangläufig Fehler mit sich. Fehler können häufig als Anlass für neue Denkanstöße genutzt werden. Eine angstfreie Lernumgebung ist Grundvoraussetzung.

Lernen wird als konstruktivistischer Prozess verstanden. Lernen ist ein aktiver, selbstgesteuerter, eigenwilliger und eigenständiger Prozess (vgl. Siebert, 2005, S. 32). Die Auseinandersetzung mit Inhalten, das Verwenden von Lernhilfen und neuen Medien kann unterstützend sein. Die Bereitschaft des Schülers zum Lernen ist jedoch Voraussetzung für einen konstruktivistischen Wissenserwerb. Der Lernende selbst  übernimmt Verantwortung für sein Tun und Lernen. Er setzt sich aktiv mit Lerninhalten auseinander, knüpft an vorhandenes Wissen an und generiert neue Erkenntnisse.

 

"Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Princip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte." (Kant, 1788, S. 30 )

Körperliche und verbale Gewalt, Ausgrenzungen, respektloser Umgang sowie die Beschädigung von Gegenständen der Schule finden an der VS Wörterberg keinen Platz.  Vielmehr sollte der Umgang miteinander geprägt sein von Anerkennung, Menschlichkeit, Verständnis, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Wertschätzung. Auftretende Konflikte werden gemeinsam unter Bewahrung einer respektvollen Gesprächskultur bearbeitet.

 

"Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen."(Goethe, 1907, S. 609)

Da sich in Wörterberg eine Flüchtlingsunterbringung befindet und der Kontakt mit anderen Nationen und Flüchtlingskindern zum Alltag gehört, ist es wichtig klare Rahmenbedingungen zu definieren. Es ist gleichgültig aus welchem Land das Kind stammt, alle Kinder der VS Wörterberg  besitzen die gleichen Rechte und Pflichten.  Andersartigkeit in welcher Form auch immer wird als bereichernder Mosaikstein eines Gesamtbildes verstanden. Alle Menschen sind gleich an Wert und Würde  und werden in gleichem Maße anerkannt und wertgeschätzt.

 

"Schulentwicklung – Fasse das Ganze in den Blick, wenn du einen Teil erfolgreich bewältigen willst." (Rolff &Schley, 1997, S. 14)

Schulentwicklung und die damit verbundene Unterrichtsentwicklung haben an der VS Wörterberg einen hohen Stellenwert. Die Auswahl der aktuellen Themen orientieret sich an den gesetzlichen Vorgaben, an aktuellen Herausforderungen, pädagogisch - didaktischen Neuerungen sowie an schulinternen und externen Leistungsfeststellungen. Während an einem konkreten Entwicklungsschwerpunkt gearbeitet wird, bleibt der Blick auf das Ganze immer präsent. Der schulinterne sowie auch schulexterne Austausch mit Kollegen in Form von „critical friends“ (Altrichter & Posch, 1998) ist wesentlicher Bestandteil vieler  Schulentwicklungsprozesse.

 

"Soll Schule eine lernende Organisation werden, impliziert dies die aktive,mitbestimmende und mitarbeitende Beteiligung aller."(Huber, Hader-Popp & Ahlgrimm, 2009, S. 18)

Kooperationen auf vielen verschiedenen Ebenen sind an der Volksschule Wörterberg wichtige Grundlage vieler Entwicklungsprozesse. Von größter Wichtigkeit ist die fachliche und pädagogische Zusammenarbeit der Schulleitung mit der zweiten Lehrperson. Unterrichts- und Schulentwicklungsziele werden gemeinsam definiert und kritisch reflektiert. Man unterrichtet und arbeitet häufig im Team,  trennt sich jedoch, bei Arbeiten, die erhöhte Konzentration auf Seiten der Schülerinnen und Schüler bedürfen, um sich nicht gegenseitig zu stören. Auftretende Konflikte werden auf sachlicher Ebene ohne Beleidigungen und Herabsetzungen der anderen Person ausgetragen. 

Die wichtigsten Kooperationspartner der Volksschule sind die Eltern. Die Schulleitung, Lehrerpersonen und Eltern verfolgen alle das Ziel, den Kindern die bestmögliche Unterstützung auf ihrem schulischen Lernweg zu geben. Sorgen und Ängste von Schülerinnen und Schülern werden von allen Beteiligten ernst genommen. Ebenso wichtig ist das gemeinsame Lösen von Problemen und Konflikten, die oft den Lernalltag erheblich behindern können. Gegenseitiges Vertrauen, Achtung, Diskretion und Verschwiegenheit ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Faktor. 

Kooperationen mit anderen Schulen bestehen und werden gepflegt. Die gemeinsame Reflexion des eigenen Handelns bewirkt neue Sichtweisen und ist gewinnbringend für alle Beteiligten.

Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit unter den Schülerinnen und Schülern. Die Schulkinder der 2. bis 4. Schulstufe, die gezeigt haben, dass sie eigenständig und kooperativ lernen können, dürfen sich einmal pro Woche einen Lernort ihrer Wahl suchen - bei Schönwetter auch im Freien - und gemeinsam den Unterrichtsstoff erarbeiten sowie miteinander und voneinander lernen.  Bei Fragen, die nicht im Team geklärt werden können, steht die Lehrperson unterstützend zur Seite. 

 

"Was ist guter Unterricht?"  (H. Meyer, 2004)

Der Unterricht orientiert sich grundsätzlichen an den Merkmalen für guten Unterricht  von Hilbert Meyer (2004). Klare Strukturierung des Unterrichts, ein hoher Anteil an echter Lernzeit, ein lernförderliches Klima, individuelles Fördern, transparente Leistungserwartung und Methodenvielfalt charakterisieren den Unterricht an der Volksschule.  

 

 

Verwendete Literatur:

Altrichter, H. & Posch. P.  (1998). Lehrer erforschen ihren Unterricht. Eine Einführung in die Methoden der Aktionsforschung, 3. Aufl. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

Rolff, H.G. & Schley, W. (1997). Am Anfang muss man auf`s Ganze gehen. Zur Gestaltung der Anfangssituationen in Schulentwicklungsprozessen. Journal für Schulentwicklung, 1, 12-21.

Siebert, H. (2005). Pädagogischer Konstruktivismus. Lernzentrierte Pädagogik in Schule und Erwachsenenbildung. 3. Aufl., Weinheim und Basel: Beltz.

Online Quellen:

Goethe, J. W. (1907). Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs. Online abrufbar unter: https://www.aphorismen.de/zitat/1103 [25.03.2019].

Huber S.G., Hader-Popp S. & Ahlgrimm, F. (2009). Kooperation in der Schule. Online abrufbar unter:http://www.bildungsmanagement.net/pdf/PubsHuber/2_4/HuberHaderPoppAhlgrimm-2009-KooperationinderSchule.pdf [25. 03. 2019].

Kant, I. (1784). Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? In Berlinische Monatsschrift, 1784, H. 12, S. 481-494. Online abrufbar unter:http://www.deutschestextarchiv.de/kant_aufklaerung_1784 [06.10.2018].

Meyer, H. (2004). Was ist guter Unterricht? Berlin: Cornelsen Scriptor. Online abrufbar unter: www.staff.uni-oldenburg.de/hilbert.meyer/9287.html [25.03.2019].