Geschichte & Natur hautnah für MMS Großpetersdorf
Bernhard Herics, BGM von Schandorf, lud Klassen der Musikmittelschule Großpetersdorf mit kroatischem Schwerpunkt ein, in Schandorf vor Ort mit den Ideen aktueller Projekte in Berührung zu kommen und sich aktiv einzubringen. Über die geschichtlichen und archäologischen Hintergründe der Schandorfer Hügelgräber informierte die Kinder der Obmann des Kulturvereines Schandorf Dir. Andreas Bencsics. Im Schandorfer Wald befindet sich bekannterweise die größte Ansammlung von Hügelgräbern aus der Hallstattzeit. Auf dem Gemeindeareal hinter dem Vereinshaus ist ein nachgebautes Hügelgrab im Fertigwerden, das im Innenraum multimedial die Bedeutung der Schandorfer Hügelgräber für Interessierte darstellen wird. Ebenso wird dies ein besonderes Ambiente für kleinere Veranstaltungen.
Der Vorplatz ist vom Projektträger Tourismusverband Südburgenland als Rastplatz für den vorbeiführenden Radweg konzipiert, inkl. notwendiger Infrastruktur. Rund um das nachgebaute Hügelgrab zum Garten des angrenzenden Vereinshauses wurden neue Obstbäume gepflanzt. Hier ergibt sich damit ein neues Areal für Veranstaltungen im Freien. Die Kinder machten sich Skizzen von den Gegebenheiten und sind eingeladen, Ideen für die Bezeichnung dieses gesamten Areals zu finden, evtl. auch eine Art Logo zu kreieren.
Per halbstündigem Fußmarsch ging es zum zweiten Programmpunkt. „Die Gemeinde Schandorf setzt mit dem Projekt Lebensader Schandorf ein Zeichen für Natur-, Klima- und Artenschutz. Zwischen 2026 und 2028 werden mehrere Flächen im Gemeindegebiet ökologisch aufgewertet und miteinander vernetzt“, beschreibt BGM Herics die neue Initiative, die es zum Ziel hat, eine neue Lebensader für Tiere und Pflanzen rund um Schandorf zu schaffen. Dabei werden 150 regionaltypische Hochstammbäume gepflanzt, Blühflächen angelegt, weiters ein Feuchtbiotop für Amphibien, Benjeshecken aus Totholz und Lesesteinhaufen und Sandarien für Insekten und Reptilien errichtet.
Der mit der Umsetzung des Projektes beauftragte Landschaftsgestalter erklärte den Kindern, wie wichtig diese Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität sind. Schüler*innen und ihre Begleit-Lehrer*innen waren dann eingeladen, selbst Hand anzulegen und auf einer früheren Müllablagestelle und zuletzt als Erdlagerstätte genutzten Fläche am Waldrand eine Hecke zu pflanzen. Insgesamt soll hier eine neue Ruhe-Oase für Naturliebhaber entstehen, die nebenbei auch einen Weitblick bietet.
„Dieser Vormittag war eine äußerst wertvolle praktische Ergänzung des Unterrichts mit abwechlungsreichen kulturhistorischen und naturbezogenen Inhalten. Tatkräftige Vorbildwirkung hat auf Kinder eine besonders positive Wirkung“, zeigt sich Dir. Bencsics - auch im Namen der beteiligten Kollegenschaft - dankbar.
