Bewegung ist der Motor der Gehirnreifung
Seit mehr als zehn Jahren setzt man in der Volksschule auf den Schwerpunkt Sport. Gerade jetzt, wo die Diskussion über den übermäßigen Einsatz von Social Media so im Fokus steht, fühlt man sich in der Schwerpunktsetzung und in der bisher geleisteten Arbeit im Bereich Sport und des Neuromotorischen Lernens von Professor Gerhard Judmayer mehr als bestätigt.
Bewegung ist der Motor der Gehirnreifung und zugleich das Ergebnis. Sie fördert die Entwicklung des Gehirns durch verschiedene Mechanismen. So aktiviert Bewegung die Sinnesreize, die für die Körperwahrnehmung und Koordination wichtig sind. Übungen, wo beide Gehirnhälften überkreuzt werden, unterstützen die Zusammenarbeit der Gehirnhälften, was für Sprache und logisches Denken entscheidend ist. Man entwickelt höhere Reflexfunktionen und steigert auch die emotionale Stabilität. Alleine diese vier Aspekte verdeutlichen, wie eng Bewegung und Gehirnentwicklung verbunden sind.
Bewegungsreize sind Wachstumsreize für das Gehirn.
Für die Entwicklung des Gehirns sind Bewegungsreize entscheidend. Sie fördern die Bildung von Synapsen, die Verknüpfung zwischen Nervenzellen und unterstützen die Plastizität des Gehirns. Kind sein ist untrennbar mit Bewegung verbunden. Kinder bewegen sich meist von sich aus gerne. Die Kleinen lernen durch Bewegung viel über sich und ihre Umwelt. Ihre körperliche und geistige Entwicklung ist eng mit Bewegung und Bewegungserfahrungen verknüpft. Das Gehirn lernt sozusagen ständig dazu, stellt neue Verknüpfungen her, Muskeln und Knochen entwickeln sich und vieles mehr. Verschiedene Sinnes- und Bewegungsreize unterstützen die Entwicklung der Kinder.
Aktuelle Studien zeigen, dass Sport wichtiger ist als Social Media, da der Sport die psychische Gesundheit fördert und das persönliche Wohlbefinden steigert. Eine Erhöhung der körperlichen Aktivität führt zu einer höheren Lebenszufriedenheit. Es ist entscheidend, wenn man die Kinder dazu heranführt, dass sie sich für die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden entscheiden.
Sport statt Social-Media ist gut für die Psyche. Daher hat die Volksschule Neuberg auch im neuen Schulentwicklungsprogramm für die kommenden Jahre weitere Schwerpunkte in diesem Bereich gesetzt und wird an deren Umsetzung arbeiten.
Diesen Zusammenhang zwischen körperlicher und geistiger Gesundheit ist schon rund 2000 Jahre bekannt. „Mens sana in corpore sano“ (Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper),ist ein Ausspruch der römischen Dichters Juvenal, der auch heute noch seine Gültigkeit hat.
