08.11.2025

Der Schindler von Oberpullendorf

Verantwortlich für den Inhalt: Josef Schmidt

In Oberpullendorf wurde Anfang November 2025 nun eine Person geehrt, die mindestens 120 Insassen aus dem nahegelegenen NS-Sammellager Lackenbach vor dem Abtransport in den sicheren Tod bewahrte. Dabei handelte es sich ausnahmslos um burgenländische Roma und Romnja, die unter dem NS-Regime aufgrund rassistischer Kategorisierungen besonders brutaler Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt waren. Der ungarischstämmige Baron György Gedeon Rohonczy ließ sich Männer, Frauen und Kinder aus dem NS-Anhalte- und Sammellager Lackenbach zuteilen – offiziell als dringend benötigte Arbeitskräfte für seine „kriegswichtige“ Landwirtschaft. In Wahrheit versorgte er die Schutzsuchenden mit dem Allernötigsten und verhalf vielen zur Flucht. Das Denkmal in Oberpullendorf wird das erste in Europa sein, das solidarisches Handeln zugunsten von Roma und Romnja sichtbar würdigt. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihungsfeier durch die Leon Berger Band.