Auf 100jähriger Spurensuche in Weingraben
Das Burgenland feiert seinen 100. Geburtstag. Dazu haben wir uns ein besonderes Projekt überlegt, nämlich „Auf Spurensuche nach kroatischen Wurzeln“ im Heimatdorf.
Die älteste kroatischsprechende Weingrabenerin heißt Rosalia Gsertz. Sie ist die Urgroßmutter zweier Schulkinder unserer Klasse. Da wir sie wegen der Coronapandemie nicht zu uns in die Schule einladen konnten, haben die beiden Urenkelkinder ein Interview mit ihr geführt. Das aufgenommene Interview haben wir uns in der Schule angesehen.
Im Interview erfuhren wir, dass die Dorfbevölkerung früher ausschließlich kroatisch sprach. In der Schule lernte Rosalia Gsertz Ungarisch und Kroatisch. Zum Deutschlernen musste sie als Mädchen nach der Schule nach Wien gehen, um als Dienstmädchen zu arbeiten.
Es hat uns interessiert, wieviel von den kroatischen Wurzeln im Ort noch zu sehen ist. Die Schülerinnen und Schüler haben den Auftrag erhalten, kroatische Inschriften bzw. Aufschriften zu suchen. In einem gemeinsamen Lehrausgang führten uns die Kinder an die erkundeten Plätze. Wir fanden kroatische Inschriften und Aufschriften am Friedhof, in der Kirche, auf der Kapelle, auf der Kreuzung und natürlich auch in der Schule.
Die Schülerinnen und Schüler haben während des Projektes begeistert und sehr motiviert mitgearbeitet.
