News

Neue Mittelschule - Europäische Mittelschule Oberwart

EMS OBERWART

Die EMS Oberwart ist eine der größten Pflichtschulen im Burgenland, und wird mit 16 Klassen bzw. 6 Nachmittagsgruppen geführt. Seit 11 Jahren arbeiten wir am Schulversuch Europäische Mittelschule, der von folgender Basisannahme ausgeht:

Der Einzugsbereich um Oberwart ist ein Gebiet der kulturellen Vielfalt. Die Lage als historisches Grenzland hat im Burgenland zu einer besonderen ethnischen und sprachlichen wie auch religiösen Vielfalt geführt. Jahrzehnte hindurch war diese Pluralität einem starken Assimilierungs- und Ausgleichsdruck ausgesetzt, sodass heute oft nur mehr folkloristische Versatzstücke eines einzigartigen kulturellen Reichtums übrig geblieben sind. Erst in jüngerer Zeit mehren sich die Aktivitäten, die darauf abzielen, den Volksgruppen (Kroaten, Ungarn und Roma) ihren Platz im gesellschaftlichen und politischen Leben des Landes zu sichern. Der HS-Standort Oberwart erkennt sein Jahren diese ethnische und sprachliche Vielfalt des Bezirkes als enormes Potential, als einen Mikrokosmos, in dem ein vereinigtes Europa bereits seit Jahrhunderten mehr oder weniger friedvoll gelebt wird. Die Grundannahme der Neuen Mittelschule beruht auf der bereits gelebten Vielfalt in all ihren Facetten, die als Identitätsfindung und Orientierung in der Europäischen Union dienen soll. Daher muss das bereits gegebene Potential um typische europäische Grundannahmen erweitert werden. Die Synthese daraus erleichtert den Heranwachsenden ein Zurechtfinden in einer globalisierten Umgebung.

Grundprinzip

Die beiden Hauptthemen des Schulversuches sind Leistung und Wohlfühlen und das existentielle Verbindungsglied ist die Neue Lernkultur. Ziel ist es, möglichst viele Schlüsselqualifikationen für den Lernenden erreichbar zu machen.

Leistung

Es werden die Kernbereiche, d.h. eine grundlegende Allgemeinbildung (s. Lehrplan bzw. Standards), vermittelt und in einer fächerübergreifenden Planung durch das Schulstufenteam vorbereitet bzw. grundgelegt. Im Mittelpunkt steht jedoch immer die individuell zu erbringende "Höchstleistung", die durch das Prinzip des Individualisierens bzw. Differenzierens erreicht werden soll.

Durch gezielte Förderung der Stärken unserer SchülerInnen in den UVÜ (Zertifiziertes Kompetenzzentrum für Tagesbetreuung) am Nachmittag, durch die Begabtenförderung in allen Schulstufen sollen die Heranwachsenden im Sinne der Berufs- und Bildungslaufbahnorientierung einerseits auf das Berufsleben und andererseits auf den Übertritt in weiterführende Schulen der Sekundarstufe II befähigt werden.

Wohlfühlen

Durch klare Verhaltensvereinbarungen, geschulte MediatorInnen, bewusst respektvollen Umgang, Öffnung der Unterrichtseinheiten, Betreuungslehrer, gezieltes Zeitmanagement, Schulstufenteams, optimale Hardware bieten wird den Heranwachsenden ein sicheres, verlässliches Umfeld. Die pädagogischen Maßnahmen wurden durch eine dementsprechend räumliche Gestaltung (z.B. 300m² Freizeitflächen mit Billardtischen, Tischtennistischen, Sofalandschaften, große zentrale Aula, Rückzugsgebiete, offene transparente Räume, gezieltes Farbkonzept, Ergometerklasse, ... ) unterstrichen.

 

 

  • Facebook
  • Google+
  • Twitter
12.03.2018

Wanderausstellung

Am 21. und am 22. Februar 2018 fand in der NMS Oberwart eine Wanderausstellung zum österreichischen Minderheitenschulwesen unter dem Motto "Sprachliche Vielfalt mit Geschichte" statt. Zu diesem Anlass durfte die Schule als Vortragende Frau Andrea Hütler begrüßen. Die Organisation übernahmen die Ungarischlehrerinnen der NMS Weiss Noémi und Gossy-Farkas Gyöngyvér.
Frau Hütler brachte zehn große und vor allem professionelle Plakate zur aktuellen Angelegenheit in die Schule mit. Alle Ungarischklassen durften jeweils drei Stunden lang bei diesem Projekt teilnehmen und aktiv mitwirken. Am 21. Februar stellten die Schülerinnen und Schüler der 1U und der 2U Klasse die Plakate zur Wanderausstellung auf und am darauffolgenden Tag die Klassen 3U und 4U. Die Kinder und Jugendlichen hörten der Vortragenden voller Begeisterung zu, worauf anschließend Einzel- und Gruppenarbeiten stattfanden. Mit Hilfe der Tablets der Schule lösten die neugierigen Schülerinnen und Schüler fleißig die verschiedenen Aufgaben.
Der Aspekt Minderheiten wurde ausführlich und mit Unterstützung der unterschiedlichen Kompetenzen behandelt, was für jedes Individuum in Zukunft gewinnbringend sein wird.
"Die Schule bedankt sich herzlichst bei Frau Hütler für ihr Engagement und bei den beiden Ungarischlehrerinnen.", so die Schulleitung.